Den Hund abholen

Grundsätzliches

  • Es ist sehr sinnvoll, den neuen Hund, also das neue Familienmitglied, so früh am Tag wie möglich abzuholen. So ist den Tag über Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen.
  • Es ist gut, wenn der Welpe und vor allem der bereits erwachsene Hund vor der Abfahrt nicht vollgefressen sind. Einmal, damit er sich während der Fahrt wegen seiner Aufregung nicht im Auto erbricht. Zum Anderen kann während der Pausen mit dem Hund „gearbeitet“ werden. Er bekommt Futter aus der Hand: Ich habe also etwas, was ich ihm anbieten kann, wenn er zu mir kommt.
  • Wenn der Züchter Futter mitgibt, sollte man das annehmen oder sich das dort gegebene Futter vorher kaufen. Das Futter ist dem Hund vertraut. Das Futter gibt man auf jeden Fall die ersten Tage weiter, damit die Umstellung für den Hund in seine neue Umgebung leichter fällt.
  • Im Idealfall gibt man dem Züchter oder Verkäufer beim ersten Besuch eine Decke. Daran haftet schon der eigene Geruch . Das schafft zusätzliche Vertrautheit, wenn wir unseren Hund abholen. Seine „Erinnerung“ lässt uns ihm bekannt erscheinen. Anderseits nimmt der Hund Geruch aus seinem alten Zuhause mit. Dann ist der Hund nicht ganz allein in der neuen Welt.

Merke: Unterschätze nie die Macht der emotionalen Erinnerung!

Wenn ich nun heimfahre mit meinem neuen Hund, gibt es drei Möglichkeiten:

Ich hole meinen Hund allein ab

Für den Welpen: Ich habe eine kleine Box im Auto. Der Hund soll darin bequem liegen, aber nicht spazieren gehen können. Die Box stelle ich auf den Beifahrersitz. Die Tür zeigt zum Fahrersitz. Während der Fahrt kann ich meine Finger durch die Tür stecken. Achtet vor der Abfahrt darauf, ob ihr noch in den Außenspiegel der Beifahrerseite sehen könnt. Über die Box lege ich eine Decke. Damit wird die Box zu einer Höhle und der Hund hat keinen Rundum-Blick. Dadurch kommen keine zusätzlichen Stressoren dazu. Mein Hund wird so eher zur Ruhe kommen. In der Box ist eine warme, weiche Decke, damit sich der Hund wohl fühlt. An der Decke ist auch mein Geruch. Vllt. lege ich die neue Decke vor dem Abholen meines Hundes auf die Couch, unter das Kopfkissen, wie auch immer. Dazu könnte die Decke vom Züchter kommen.

Während der Pausen der Autofahrt nehme ich meinen ->angeleinten<- Hund heraus und setze ihn auf die Wiese. Es kann sein, dass der Hund dabei nicht pullert, dafür später in der Box. Also nehme ich mehrere Decken mit.

Während der Fahrt soll man immer wieder mit dem kleinen Hund sprechen oder Selbstgespräche führen. Der Klang der Stimme wird dem Kleinen vertraut, also damit ich selber. In den Pausen nehme ich den Hund aus der Box. Ich spreche mit ihm und biete ihm Futter aus der Hand an und sehe, was passiert. Mehr nicht.

Älterer Hund: Für die größeren Hunde habe ich eine große Box im Kofferraum. Dort reist der Hund sicher und kann keinen Schaden anrichten. Vllt. lege ich ihm noch einen Ball oder ein Rinderohr zum Kauen in die Box. Dann ist der Hund beschäftigt. Ansonsten gilt auch hier das schon oben Geschriebene.

Wir sind zu zweit oder mehr.

Hierbei habe ich ebenfalls mehrere Decken dabei. Entweder lege ich eine Decke auf die Rückbank, setze den Hund darauf und ich setze mich daneben. Bzw. derjenige, für den der Hund hauptsächlich sein soll. Oder man nimmt den Hund auf den Schoss. Dann kann man ihn krabbeln, mit ihm reden und ausprobieren, wie man ihn ruhig bekommt, wie man ihn ruhig hält. Damit hat man sich schon etwas kennengelernt. Wenn es geht, lasst den Hund nicht so viel aus dem Fenster schauen.

Natürlich kann man auch hier die Box so wie oben geschrieben benutzen. Dann gewöhnt sich der Hund schon einmal an seinen künftigen Schlafplatz. Ansonsten gilt hier ebenfalls das oben Geschriebene.

Ältere, größere Hunde kommen in die Box im Kofferraum, aber der Beifahrer sollte dem Neuen etwas Gesellschaft leisten und ihm so etwaige Unsicherheiten und Aufgeregtheiten nehmen.

Wir holen mit unserem schon vorhandenen Hund ab

Hier gebe ich meinen neuen Hund einfach in die Box zum „alten“ Hund. Oder ich stelle die Box meines neuen Hundes neben die des „alten“ Hundes. In den Pausen lasse ich beide Hunde zusammen laufen. Der kleine Hund wird sich meistens an den großen Hund anhängen. Das kann die Eingewöhnung für alle leichter machen.

Daheim angekommen

Wenn wir daheim angekommen sind, lasse ich meinen neuen Hund aussteigen, lasse ihn alles ansehen, gehe mit ihm mit und passe auf, dass ihm nichts passiert.

Ab dann beginnt meine tägliche Routine. Ich lasse meinen Hund ab jetzt einfach mitlaufen.

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